9 Fragen und Antworten...
1. Was ging dir durch den Kopf, als du zum ersten Mal die Halle der Europameisterschaften betreten hast?
Der Raum ist wohl etwa 20m hoch und wo sind die Pisten?
2. Was hat diese Europameisterschaft von anderen Wettkämpfen unterschieden?
Wir waren zwar nur vier Fechterinnen aber wir hatten die besten Fans. Es passiert nicht oft, dass eine solche Stimmung aufkommt!
3. Welches Gefecht war am schwierigsten – und warum?
Die Direktausscheidung im Einzelwettkampf war sehr herausfordernd für mich. Meine Gegnerin war sehr geduldig und hat kaum reagiert. Mir liegen Gegnerinnen, die etwas mehr mitspielen besser.
4. Wie war das Gefühl, mit deinem Team gemeinsam auf der Planche zu stehen?
Für mich war es das erste Mal, dass ich bei einem so wichtigen Teamgefecht im Einsatz war, da ich bisher vor Allem in Platzierungsgefechten gefochten hatte. Dementsprechend war ich auch nervös. Ich habe aber grosses Vertrauen in meine Teamkolleginnen und spürte, dass sie mir das auch zutrauen.
5. Gab es einen Moment im Teamwettkampf, an dem du wusstest: Jetzt ist eine Medaille drin?
Das Viertelfinale gegen Frankreich war ein sehr enges Gefecht. Trotz des Rückstandes liessen wir sie nie davonziehen und glaubten immer daran. Dass Pauline das Gefecht im letzten Match noch wenden konnte war unglaublich. Nachher wussten wir, dass alles drin liegt.
6. Was bedeutet dir die Silbermedaille persönlich?
Ich wusste, dass ich in den letzten Jahren viele Fortschritte gemacht habe, die sich jedoch noch nicht in den Resultaten zeigten. Diese Medaille ist für mich eine Bestätigung vieler Trainingsstunden und eine grosse Motivation. Dass wir die vier Jahre mit unserem Trainer Paul mit einem Vizeeuropameistertitel abschliessen konnten ist etwas ganz Besonderes. Er hatte sehr viel Geduld mit mir und er hat alle Möglichen Ansätze ausprobiert, um mich weiterzubringen.
7. Was ist dein nächstes Ziel
Die EM hat mir auch gezeigt, dass ich noch sehr viel lernen kann. Da wir aber schon in einem Monat an die WM reisen, liegt der Fokus jetzt aber erst einmal auf einer guten Vorbereitung.
8. Welchen Rat gibst du jungen Fechterinnen und Fechtern?
Mir hat mal jemand gesagt, die Besten sind schlussendlich diejenigen, die weitermachen. Es gibt zwar sehr erfolgreiche junge AthletInnen, aber oft braucht es viel Erfahrung. Deshalb ist es wichtig, geduldig zu sein und auch kleine Fortschritte anzuerkennen.
9. Vervollständige den Satz: „Wenn ich nicht fechten würde, dann würde ich…“
… mich wahrscheinlich in allen möglichen Projekten verlieren. Ich kann mich für vieles begeistern, aber es ist etwas Wertvolles, sich langfristig intensiv mit einer Sache auseinanderzusetzen.